Nicht alles, was wir Schweizer im Umgang mit unseren Mitmenschen für freundlich empfinden, kommt in fremden Kulturen genau so an. Mit diesen 10 Tischregeln schaffen wir Klarheit und geben Ihnen die Möglichkeit, bei Ihren asiatischen Gastgebern zu punkten.
Grundsätzlich gilt im Umgang mit Thais aber das Selbe, wie es überall auf der Welt geschätzt wird: ein freundlicher Tonfall, ein Lächeln, ein unverkrampftes und dennoch respektvolles Auftreten ist der Zugang zu einer jeden, uns noch so fremden Kultur.
1. Bekleidung
Je edler ein Restaurant, desto wohler fühlen Sie sich als Gast in einer gepflegten Kleidung. Kleiden Sie sich so, wie Sie es für den Besuch eines edlen oder einfachen Restaurants auch tun würden. So liegen Sie bestimmt richtig.
2. Begrüssung
Der eigentliche Gruss der Thais ist ein Kopfnicken, bei dem das Kinn die gefalteten, an die Brust gezogenen Hände an den Fingerkuppen berührt.
Als Dame sprechen Sie dazu die Worte: «suawaddee kaa».
Als Herr sagen Sie:«suawaddee krab»
3. Zuerst die Dame oder der Herr?
Auch bei den Thailändern gilt wie bei uns: die Dame zuerst.
4. Der Kniefall
Was für europäische Verhältnisse unterwürfig wirken mag, ist bei den Thais Ausdruck von Gastfreundschaft. Nicht selten kniet in einem edlen Restaurant das Personal bei der Begrüssung vor dem sitzenden Gast auf den Boden. Eine Geste, die in thailändischen Familien auch zu Hause in Anwesenheit von Besuch gepflegt wird.
5. Wer beginnt zu essen?
In Thailand gilt der jeweils älteren Person Vorrang zu gewähren. Deshalb wird beim Essen höflich gewartet bis alle Gäste bedient sind und der Tischälteste zu essen beginnt.
6. Besteck und Vorlegebesteck
Gegessen wird in Thailand mit dem Löffel. Die Gabel ist das Werkzeug, mit dem Reis oder Fleisch auf dem Löffel mundgerecht portioniert wird.
7. Stäbchen
Im Gegensatz zur chinesischen Küche wird in Thailand vorwiegend mit Gabel und Löffel gegessen. Stäbchen werden ausschliesslich für Nudelgerichte benutzt. Während in China die Schale zum Mund geführt wird, gilt für Thais das Gleiche wie für uns Europäer: der Löffel führt zum Mund.
8. Anstossen auf Thailändisch
Das Anstossen von Gläsern ist in Thailand ein moderner, neuzeitlicher Brauch, der am traditionellen Esstisch nicht verbreitet ist. Viel mehr wird bei einem Bier unter Kollegen der Ausspruch «chockdee», was so viel wie „aufs Glück“ bedeutet, in die Runde gerufen. Zu thailändischem Essen wird meist Wasser getrunken. In moderneren Restaurants muss der europäische Gast jedoch nicht auf ein gutes Glas Wein verzichten, mit dem er dann ganz nach westlicher Sitte anstösst.
9. Nachschöpfen
Je nach Restaurant werden Tellergerichte oder eben Platten, von denen sich jeder Gast selber bedient, serviert. Bei den Plattengerichten gilt: wer möchte, schöpft sich und seinem Gegenüber nach - einfach und unkompliziert.
10. Lob und Tadel
Hat es Ihnen geschmeckt? Dann sagen Sie‘s. - Im Gegensatz zu westlichen Restaurants werden Sie nach dem Essen nicht gefragt, ob es Ihnen geschmeckt hat - und falls doch, dann nur, weil sich das Personal aus Respekt westlicher Umgangsformen bedient. - Thailänder legen grossen Wert auf Diskretion. Falls Sie eine Beschwerde anbringen möchten, werden Sie auch mit einem sanft gewählten Tonfall auf offene Ohren stossen.